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Ein Raumschiff ist ein Vehikel, das zum Zweck der Fortbewegung im Weltraum entwickelt wurde. Raumfahrzeuge werden für eine Vielzahl von Zwecken eingesetzt, darunter Kommunikation, Erdbeobachtung, Meteorologie, Navigation, Weltraumbesiedlung, Planetenerkundung und Transport von Mensch und Ladung. Die meisten Raumfahrzeuge können nicht selbstständig ins All gelangen und benötigen eine Trägerrakete. Für die orbitalen Raumflüge treten Raumfahrzeuge in geschlossene Umlaufbahnen um die Erde oder um andere Himmelskörper ein.

Begriff

Raumschiffe (Englisch: spacecraft (etwa: Raumflugkörper); abgekürzt als S/C) sind seit Jules Vernes visionären Zukunftsvorstellungen (siehe den Roman „Von der Erde zum Mond“, 1865) auch unverzichtbare Hauptbestandteile in der Science-Fiction, wie z. B. das Raumschiff Enterprise. Der Begriff Raumschiff lehnt sich dabei an veraltete sprachliche Formulierungen (Weltraumschifffahrt, Raum-Schifffahrt) an.
Als Raumfahrzeug werden (analog zu Wasserfahrzeug und Luftfahrzeug) allgemein Geräte bezeichnet, die hauptsächlich für die Fortbewegung außerhalb der Erdatmosphäre konstruiert sind. Sie werden unterschieden von den landefähigen Raumfähren, den (interstellaren) Sonden und Satelliten sowie den nur sehr eingeschränkt manövrierfähigen Raumstationen.

Geschichte

Während Sputnik 1 das erste Raumschiff war, das die Erde umkreiste, hatten andere von Menschenhand gebaute Objekte zuvor eine Höhe von 100 km (Kármán-Linie) erreicht, was der Höhe entspricht, die die internationale Fédération Aéronautique Internationale (kurz FAI; deutsch Internationale Aeronautische Vereinigung) festgelegt hat, um als Raumflug zu gelten.
Insbesondere in den 1940er Jahren gab es mehrere Teststarts der V-2-Rakete in Peenemünde (Deutschland), von denen einige Höhen weit über 100 km erreichten. Der Rekord lag bei einer Höhe von 189 km (Juni 1944).

Sputnik 1 war der erste künstliche Satellit. Er wurde am 4. Oktober 1957 von der Sowjetunion in eine elliptische niedrige Erdumlaufbahn (LEO) gebracht. Der Satellit flog mit 29.000 Kilometern pro Stunde und brauchte 96 Minuten um eine orbitale Umlaufbahn zu beenden.

Der Start markierte er den Beginn des Weltraumzeitalters und leitete neue politische, militärische, technologische und wissenschaftliche Entwicklungen ein.

Bemannte Raumfahrt

Bis 2016 haben nur drei Nationen bemannte Raumfahrzeuge ins Weltall geschickt: UdSSR/Russland, USA und China.

Das erste bemannte Raumschiff war Vostok 1, das 1961 den sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin ins All trug und eine vollständige Erdumlaufbahn absolvierte. Es gab insgesamt fünf weitere bemannte Missionen, die ein Wostok-Raumschiff verwendeten.

Das zweite bemannte Raumschiff hieß Freedom 7, und es führte 1961 einen suborbitalen (Höhe 187 Kilometer) Raumflug mit dem amerikanischen Astronauten Alan Shepard an Bord durch. auf einer Höhe von etwas mehr als 187 Kilometern durch. Es folgten fünf weitere bemannte Missionen mit Mercury-Raumfahrzeugen.

Später folgten mit dem Apollo-Programm die bisher einzigen Missionen, in denen Menschen den Orbit der Erde verließen. Die erste Mission, Apollo 8, flog zum Mond, umkreiste ihn zehn Mal und flog zur Erde zurück.

Die erste bemannte Mondlandung selbst fand dann am 20. Juli 1969 statt. Die Apollo 11 beförderte die ersten Menschen zum Mond: Neil Armstrong und Edwin Aldrin. Nach fünf weiteren Landungen wurde das Programm 1972, auch aus Kostengründen, eingestellt.

Mit dem US-amerikanischen Space Shuttle (1981 - 2011), das hauptsächlich für den Transport in den niedrigen Erd-Orbit konstruiert war, zur kam in den 1980er Jahren das erste wiederverwendbare Raumfähre zum Einsatz.